Zeitschrift für Germanistik besprach mehrere Wallstein-Titel
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Germanistik wurden mehrere Titel aus dem Wallstein Verlag besprochen:
- Solvejg Nitke: Fremde Verwandtschaft (Wallstein Verlag)
- Eva Blome: Ungleiche Verhältnisse (Wallstein Verlag)
- Till Greite: Die leere Zentrale (Wallstein Verlag)
- Detlev Schöttker: Die Archive des Chronisten (Wallstein Verlag)
Nitzkes großartige Studie will keine Handlungsanweisung für das Anthropozän sein, aber sie gibt Anstöße, welche Formen so ein Umdenken annehmen könnte.
Katharina Gerstenberger, Zeitschrift für Germanistik, 1/2026

Solvejg Nitzke
Fremde Verwandtschaft
Eine Kulturpoetik der Bäume
EUR 39,90
Wallstein Verlag
ISBN: 9783835358720 📋
Bäume und Menschen stehen in vielfältigen Beziehungen zueinander. Literaturwissenschaftlerin Solvejg Nitzke untersucht diese Vielfalt als Kulturpoetik fremder Verwandtschaft in aktuellen Diskursen. Bäume faszinieren und provozieren Menschen. Ihre Größe und ihr Alter, ihre Fähigkeiten und Schönheit ziehen Aufmerksamkeit auf sich und wecken menschliche Leidenschaften. Doch wie auch immer diese Leidenschaften sich äußern, Bäume wachsen ungerührt weiter. Trotzdem besteht zwischen Menschen und Bäumen ein vielseitiges Netzwerk aus Beziehungen, das unter den Bedingungen ökologischer Krise unter …
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Die Studie ist eingängig geschrieben, ohne zu vereinfachen, sie ist lesbar im besten Sinne des Wortes, weil sie durch einen offenen Stil und Anschlussfähigkeit besticht.
Markus Steinmayr, Zeitschrift für Germanistik, 1/2026

Eva Blome
Ungleiche Verhältnisse
Bildungsgeschichten als literarische Soziologie
EUR 44,00
Wallstein Verlag
ISBN: 9783835357006 📋
Eine Studie zur literarischen Geschichte eines hochaktuellen Themas: wie Bildung sozialen Aufstieg (un)möglich macht Derzeit haben Erzählungen Konjunktur, die Berichte von sozialem Aufstieg durch Bildung mit soziologischen Perspektiven auf das eigene Herkunftsmilieu verbinden. Öffentliche Aufmerksamkeit erregen jedoch auch solche Texte, die der Angst vor mangelnder sozialer Integration trotz erfolgreicher Bildung eine literarische Form geben. Diese Veröffentlichungen sind häufig von so genannten Klassenübergängern verfasst. Sie changieren zwischen Autobiographie, literarischem Text und …
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Greites Die leere Zentrale besticht durch den innovativen Neu-Ansatz in der Topos-Forschung sowie durch die umfangreiche Archivarbeit. Sie rückt unbekannte bis vernachlässigte Figuren wie Ihlenfeld und Kessel ins Rampenlicht.
Florian Scherübl, Zeitschrift für Germanistik, 1/2026

Till Greite
Die leere Zentrale. Berlin, ein Bild aus dem deutschen Nachkrieg
Eine literaturgeschichtliche Begehung
EUR 59,00
Wallstein Verlag
ISBN: 9783835356221 📋
Ein vergessenes Stück Literaturgeschichte der Stadt Berlin Unter der Leitmetaphorik der leeren Zentrale wird erstmals nicht nur das Ruinenfeld des Nachkriegsberlin mittels eines stadtarchäologischen Zugangs erschlossen, sondern ein literaturgeschichtliches Terrain aus dem Schutt der Überlieferung geholt, das sich sukzessive als Denkfeld sui generis erschließt. Durch dieses Feld zieht sich ein epochaler Riss, der auf neuen Deutungswegen durchwandert wird, um, - u. a. anhand von Archivbeständen - übersehene wirkungsgeschichtliche Linien für ein anderes Verständnis der deutschen …
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Detlev Schöttker kann aber nicht nur vollkommen neue Blicke auf Jüngers Werk, seine Kontexte und seine Rezeption bieten, er wirft implizit auch die Frage auf, wie mit Werk und Nachlass Jüngers in Zukunft editorische zu verfahren ist. (…) Dass es darüber hinaus auch ein großes Lesevergnügen bietet, gehört zu seinen weiteren Vorzügen.
Cord-Friedrich Berghahn, Zeitschrift für Germanistik, 1/2026

Detlev Schöttker
Die Archive des Chronisten
Ernst Jüngers Werke und Korrespondenzen
EUR 36,00
Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch
ISBN: 9783835358713 📋
Wie Briefe von Büchern erzählen – eine neue Sicht auf das Werk Ernst Jüngers. Viele Werke Ernst Jüngers basieren auf Briefen. In Tagebüchern und Schriften stützte sich Jünger auf Korrespondenzen, die er in einem, bis heute nur unzureichend erschlossenen Archiv im Umfang von etwa 130.000 Schreiben der Nachwelt überliefert hat. Dieses Briefarchiv enthält Informationen aus allen Phasen der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert, in die Jünger wie kaum ein anderer Schriftsteller eingebunden war. Als Sammler und Autor orientierte er sich an einer universalhistorischen Chronistik, die Erkenntnisse …
