DLF Kultur sprach über Schädel

Bereits Bärenfängers Physiognomiefetisch deutet es an: Finn Job schießt sich auf eine popliterarische Oberflächenästhetik ein, die ihrerseits Rückschlüsse auf verborgenere gesellschaftspolitische Entwicklungen gewähren soll. Es gelingt dem Autor dabei unangestrengt, die kaputte Familiengeschichte in einen größeren Kontext zu setzen.
Maximilian Mengeringhaus, Deutschlandfunk Kultur, 19. Oktober

Cover

Finn Job
Schädel

EUR 25,00
März Verlag
ISBN: 9783755000716 📋

Klaus Bärenfänger liest Gesichter. Er sieht in Stirnen, Nasen, Kiefern und Schädeln, was andere Menschen angeblich sind: ihre Begabungen, ihre Schwächen, ihren Platz in der Welt. Aufbauend auf Lehren der Physiognomik, einer längst diskreditierten Irrlehre, hat er ein Geschäftsmodell gemacht. In Deutschland berät er Firmen, schreibt Bücher, hält Seminare, lässt Vorstände und Abteilungen nach Gesichtsformen sortieren. Nun will er den amerikanischen Markt erobern. 2009 zieht Bärenfänger mit seinen Kindern Chloé und Louis nach Kalifornien. Während der Vater am Pazifik seinen eigenwilligen …