Prolit-Statement zur Intervention des Kulturstaatsministers beim Deutschen Buchhandlungspreis
Statement vom 09. März
In der Arte Kulturzeit-Sendung vom 6.3. abends wurde die folgende Positionierung von Wolfram Weimer gesendet:
„Wir können nicht Institutionen, egal ob das Buchhandlungen oder Verlage oder wer auch immer ist, mit staatlichen Geldern auszeichnen, die verfassungsfeindliche Elemente in sich haben und das ist ein ganz klares Kriterium und da ist es auch egal, ob das jetzt ein Linksextremist oder Rechtsextremist oder ein Islamist ist und dieses Kriterium gilt für mich einfach und deswegen war es bei der Betrachtung der Buchhandelspreiskandidaten hat die Verfassungsprüfung bei Dreien Einwände gehabt und dann haben wir natürlich unseren Einspruch erhoben.“
Der Vorsteher des Börsenvereins, Sebastian Guggolz formulierte dazu, dass bei ihm nach Irritation und Überraschung im Laufe der Zeit Entsetzen, Bestürzung und Alarmierung entstanden sei, als ihm zunehmend die Dimension des Vorgangs klar wurde. Er kennzeichnete diesen als politische Einmischung in den Kulturbetrieb unter Einbeziehung des Verfassungsschutzes.
Wir teilen diese Einschätzung, protestieren gegen diesen Vorgang und dessen avisierte Ausweitung auf alle Kulturbereiche in denen – aus guten Gründen – staatliche Förderung erforderlich ist und erfolgt. Zensur und Einschüchterung dürfen nicht um sich greifen.
























