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Strobel,Bernhard
Nichts,nichts
Erzählungen
Format:ca. 120 S. - 21,0 x 13,0 cm;
Einband:Gb
Erschienen: 1. Aufl. 29.01.2010
ISBN:  9783854207665
Verlag:Literaturverlag Droschl
Preis: 18,00 EUR   In den Warenkorb legen  
 Über den Titel:
Als Bernhard Strobels erster Erzählband "Sackgasse" erschien, war von 'einem erstaunlichen Debüt' (Stuttgarter Zeitung) die Rede, von einem 'Autor, der findet, dass Menschen in den Randzonen der Gesellschaft interessanter sind als die Schicken und Schönen dieser Welt' (Kurier), von einer 'Meisterschaft im Weglassen, oder besser Nicht-Sagen, das etwas anderes, weil Schwierigeres ist als das kalkulierte Verschweigen' (Antonio Fian).

Auch in diesem zweiten Band bleibt Strobel seinem Sujet treu: keine Wohlfühlliteratur und kein Lifestyle, nicht die mit geschickter Glätte komponierten und dem gehobenen Entertainment verpflichteten Sätze der Literaturinstitute, sondern Rauheit und Verzicht auf Eleganz, und dazu die karge Welt der Verlierer: ältere Mütter, die sich im Internet prostituieren, Alzheimer-Kranke, Aussteiger, die sich in Waldhütten weitab von Dörfern und Städten einnisten und dort mit politischen Flüchtlingen konfrontiert werden. Strobel bedient aber nicht unseren voyeuristischen Blick auf das Elend und arrangiert es nicht zu schaurig-schönen Szenarien, sondern wendet sich dem sprachlosen Umfeld dieser >Helden< zu. Hier herrschen Kommunikationslosigkeit und ungerichtete, dumpfe Wut. Mit knappen, kargen Mitteln und äußerst zielsicher schildert Strobel eine Welt, die nur mehr mühsam ihre Fassade wahrt - jeden Moment kann alles unter der ausbrechenden Aggressivität implodieren.

Und doch: So wie es in einer Geschichte heißt, 'Sie kannte mich gut genug, um zu wissen, dass mir dann und wann der rote Faden des Alltags abhanden kam', so heben sich diese Erzählungen alle an irgendeiner Stelle vom planen Abbildrealismus ab und ein grotesker Witz kommt zum Vorschein, eine nahezu surrealistische Überbelichtung der Szenerie, ein manchmal grausamer Humor.
 Leseprobe:
Es war weit nach zehn Uhr. Ich pflege in der Regel nicht später als acht, meistens halb acht aus dem Bett zu steigen, und nun stand ich vor dem Fenster meiner kleinen Küche und blickte verdrossen hinunter zum Eingang des Klinikcafés: Es ist zu spät, dachte ich, um diese Zeit kriegst du bestimmt keinen anständigen Platz. Und richtig, als ich nach einer Viertelstunde eintraf, waren alle Tische besetzt. Ich war enttäucht, und obgleich es mich nicht unvorbereitet traf, fühlte ich eine bittere Unruhe in mir aufkommen. Mein Plan für diesen Tag war dabei, sich in Luft aufzulösen; das machte mich nervös, ich hatte nur diesen.

Nach kurzer Zeit schaffte ich es jedoch, mich zu beruhigen, und während ich zum Ausgang schlenderte, überraschte mich eine Stimme, die sagte:

'Wenn du möchtest, kannst du dich zu mir setzen.'

Es war Andrea, die beste Freundin meiner vor langer Zeit verstorbenen Frau. Ich war irritiert. Sie deutete auf den Platz ihr gegenüber. Ich zögerte, es war kein guter Tisch, er stand mitten im Raum, und ich lasse nur ungern fremde Blicke in meinem Rücken zu. Schließlich setzte ich mich. Sie war mir schon früher aufgefallen, ihr rechtes Bein war steif und verlangte nach einer Krücke, ich hatte es beobachtet, als sie das Lokal verließ, es mochte keine Woche her gewesen sein. Sie hatte jetzt rotes Haar, und ihre gesamte Erscheinung hatte sich stark gewandelt. Oder die Erinnerung trügt mich, das soll ja vorkommen.

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